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Vorsommerboten
(Wolfgang Ammer - aus Bayerische Vampire)
I woit an Regenbogn oglanga,
und mit de Schwaibal Käfer fanga,
da streift mi irgend ebbs am Gsicht,
gsehgn hab ich es leider nicht.
Sollt des am End a Muckn sei?
Du Mistviech, wart, di kriag i glei.
I konzentrier' mi ganz aufs Summa,
hör de Muckn langsam näher kumma,
schlog darauf zua, mit voller Wucht
und triff mei linkes Ohr. Verflucht!
Abrupt werds staad, dann summa zwoa,
de Muckn und mei linkes Ohr.
Aus lauter Grant, suach i verbissen,
nach ana Waffe, pack mei Kissen
und schlog rundum, wia net ganz gscheit,
was mir da Wecker nicht verzeiht.
I resignier und denk, stich zua,
vielleicht gibst d nachad endlich Ruah,
jedoch das Biest sich nicht verweigert
und in seim Bluatrausch no mehr steigert.
Do huift nur oans, de Füaß abdeckn,
de Arm, de Händ, as Gsicht versteckn,
koa Angriffsflächn präsentiern
und in da Defensive brilliern.
Gottlob, die Taktik wirkt beständig,
jedoch de Muckn, ungebändigt,
suacht sich, getrieben von da Gier,
des nächste Opfer - neba mir.
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